SFB 1253 CAMPOS - Catchments as Reactors: Schadstoffumsatz auf der Landschaftsskala

Der Sonderforschungsbereich (SFB) CAMPOS ist ein mehrjähriges multidiszipliäres Forschungsprojekt der Tübinger Geo- und Umweltwissenschaften im Bereich "Schadstoffforschung" . Projektbeginn war am 01. Januar 2017.

Ziele

Durch den Menschen in Umlauf gebrachte Schad- und Spurenstoffe lassen sich oft über lange Zeiträume hinweg in der Umwelt nachweisen. Welche Stoffe wo vorkommen, wie sie sich in Flüssen und im Untergrund verbreiten und zu welchem Anteil sie abgebaut werden, ist häufig nicht genau bekannt. Das Stoffspektrum umfasst dabei Chemikalien, die über die Kläranlagen in die Flüsse gelangen oder auf Böden eingetragen werden, also unter anderem Arzneimittel, Haushaltschemikalien, Pflanzenschutz- und Düngemittel und viele weitere Chemikalien. CAMPOS soll hier die Frage beantworten, wie sich die Grundwasserqualität langfristig verändert und wie sich Klima- und Landnutzungsänderungen darauf auswirken.

 

Übergeordnete Ziele sind:

  1. die Identifizierung der Landschaftselemente, die den Verbleib, Umsatz und Abbau von Schadstoffen auf der Landschaftsskala steuern,
  2. die dem Schadstoffabbau in den verschiedenen Umweltkompartimenten zugrunde liegenden relevanten Prozesse und ihre Dynamik des besser zu verstehen und 
  3. neue mathematische Computermodelle zu entwickeln, die es erlauben, den Transport der im Grund- und Oberflächenwasser gelösten Schadstoffe zu simulieren.

Förderung

CAMPOS wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die erste Förderphase umfasst den Zeitraum 2017 bis 2020. Eine Verlängerung bis zu insgesamt 12 Jahren Laufzeit ist möglich.

 

Kontakt

Sprecher:

Prof. Dr. Peter Grathwohl

Koordination:

Dr. Hermann Rügner

 

Universität Tübingen

Zentrum für Angewandte Geowissenschaften

Hölderlinstr. 12

72074 Tübingen

D-72074 Tübingen

 

+49 (7071)-29 75041

h.ruegner[at]uni-tuebingen.de